Wahrscheinlich werden Sie sich wundern, wenn Sie Eigentümer eines älteren Gebäudes sind, welches nicht auf einen Schlag komplett kernsaniert wurde, dass Sie in Vergleichsportalen oftmals kein Ergebnis erhalten. Dieses hat fast immer mit den Annahmerichtlinien in der Gebäudeversicherung zu tun.

Was sind Annahmerichtlinien?

Die Annahmerichtlinien in der Gebäudeversicherung sind für den Vermittler, dazu zählen auch Vergleichsportale wie Verivox und Check24, die Grundregeln, welche Risiken als Antrag eingereicht werden können, um dann nach Antragsprüfung versichert zu werden.

Klingt sehr kompliziert, ist es auch.

Denn sie sind nicht immer gleich. Jeder Versicherer hat hier seine eigenen Regeln. Aber es gibt eine Tendenz, mit welcher man grob vorab bestimmen kann, was versichert werden kann und was nicht.

Was sind so allgemeine Kriterien?

Alter spielt ein ganz wichtige Rolle. Verbessert werden kann dieses oftmals durch eine Kernsanierung. Hier ist aber oftmals zu beachten, wie der Versicherer die Kernsanierung für sich definiert. Auch diese Definition kann sehr unterschiedlich sein.

Größe ist ein weiteres Kriterium. Viele Tarife sind nur für Ein- oder Zweifamilienhäuser ausgelegt, bzw. bis zu einer gewissen Gesamtwohnfläche.

Vorschäden ist das Kriterium, was bei nahezu allen Versicherern ein erhebliches Kriterium ist. Ein Vorschaden ist oft unproblematisch, bei zwei oder mehr Vorschäden kommt es darauf an, in welchen Bereichen sie waren. Waren es Schäden aus dem Bereich Leitungswasser, wird nahezu immer ein Antrag abgelehnt. Hohe Selbstbehalte sind dann bei einigen Versicherern oftmals der einzige Ausweg.

Gewerbliche Nutzung ist oftmals in Teilen ein Problem. Manche Tarife sehen diese überhaupt nicht vor, andere wiederum nur für gewissen Risiken bis zu einem begrenzten Anteil der Gebäudefläche. Meist maximal 50%.

Denkmalschutz ist gleichfalls oftmals ein KO Kriterium. Viele Tarife sehen keine Annahme von denkmalgeschützten Gebäuden vor.

Fazit

Wie Sie sehen, ohne dass das eine abschliessende Aufzählung ist sind viele Kriterien wichtig, ob ein Haus versichert werden kann oder nicht. Die Summe einzelner Merkmale macht dieses dann oftmals noch erheblich komplizierte. Um ein großes denkmalgeschütztes Fachwerkhaus mit zwei größeren Vorschäden im Bereich Leitungswasser wird kaum ein Versicherer gerne versichern. Hier wieder mein Tipp – lassen Sie sich vom Experten beraten und betreuen.


Christophe Miege

In den ersten Jahren in der Funktion als Bezirksleiter für die DBV-Winterthur (AXA nach Übernahme) tätig, in 2008 der Wechsel in den Status des freien Versicherungsmaklers. Der Beruf wurde zur Berufung. Das Ziel war und ist ein positives Beispiel in der Branche zu sein. Mandanten und Interessenten in Ostwestfalen unabhängig, fair und verständlich zu beraten und dauerhaft zu betreuen. Im Schadensfall an Ihrer Seite zu stehen, bei Vertragsfragen immer kompetent unterstützen zu können. Schwerpunkte, auch wenn es ja eigentlich nur einen Schwerpunkt geben kann, ist einmal der Themenbereich "Wert der eigenen Arbeitskraft" mit der Berufsunfähigkeitsversicherung und ihren Alternativen, sowie der Bereich der privaten und gewerblichen Sachversicherung, mit der Spezialität der Gebäudeversicherungen, seien es Fachwerkhäuser, Denkmalschutz oder gewerbliche Objekte mit erheblichen Brandlasten.

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