Unfallrente in der Unfallversicherung – ja oder nein?

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Unfallrente in der Unfallversicherung – ja oder nein?

Eine Frage, welche sich immer wieder gestellt wird, ist, ob eine Unfallrente im Gegensatz zu einer Kapitalleistung in der Unfallversicherung Sinn ergibt oder nicht. Dabei ist nicht zu vergessen, dass diese oftmals recht viel Prämie kostet. Denn auch eine Kapitalleistung kann man selber in eine Unfallrente umwandeln.

Hier möchte ich auf die drei folgenden Punkte etwas näher eingehen.

Leistung ab 1% zu Leistung ab 50%

Unfallrenten werden in den meisten mir bekannten Verträgen ab einer Invalidität von 50% geleistet. In einigen Verträgen mit einer Mehrleistung ab einer Invalidität ab 90%. Die normale Kapitalleistung in einer Unfallversicherung beginnt fast immer bei 1% Invalidität.

Hier ist sicherlich festzustellen, dass im Bereich von unter 50% eine Kapitalleistung unabdingbar ist, da sich die meisten Invaliditäten, Zahlen nach 96% unter 50% Invalidität bewegen. In gerade mal 4% der Leistungsfälle würde eine Rente gezahlt werden. Ca 50% der Schäden bewegen sich im Bereich bis zu 10% Invalidität.

Ein Beispiel. Die Hand hat in der Regel 55% Invalidität bei 100%iger Schädigung. Sofern nun eine Restfunktion von 30% der Hand verbleibt, beträgt die Invalidität nur noch 38,5%. Bei einer Einschränkung von 10% an der Hand, verbleibt hieraus eine Invalidität vom 5,5%.

Hier wird deutlich, dass es oftmals sehr schwer ist, die Grenze von 50%, geschweige denn 90% zu überschreiten.

Steuer

Steuerlich ist die Situation wie folgt. Kapitalleistungen aus Unfallversicherungen sind steuerfrei. Höchstens die Erträge aus dem angelegten Vermögen müssen versteuert werden. Unfallrenten hingegen sind als Einnahmen mit dem Ertragsanteil und dem persönlichen Steuersatz abzüglich des Freibetrages zu versteuern. Das bedeutet, je höher die Unfallrente und sonstige Einnahmen, desto höher wird die Steuer ausfallen.

Besserung der Schädigung

Bei Unfallrenten kann regelmäßig geprüft werden, ob die Voraussetzungen noch vorliegen. Dieses geschieht nicht bei erfolgten Kapitalzahlungen auf Grund einer Invalidität. Dieses ist sicherlich als ein großer Nachteil zu betrachten.

Fazit

Ich empfehle jeden genau zu prüfen, ob Unfallrenten Sinn ergeben oder nicht. Alternativ kann man sicherlich darüber nachdenken, das Geld für die Prämie der Unfallrente in die reine Kapitalleistung zu investieren, so dass man im Bereich der Invaliditäten bis 50% erheblich besser gestellt ist und mit dem Gesamtkapital bei 100% seine Rente selber generieren kann.

Des Weiteren sollten die Tarife immer verglichen werden. Alleine die Unterschiede in den Gliedertaxen können erheblich Unterschiede verursachen. Sowie natürlich die Unterschiede in den Prämien. Oftmals müssen sehr gute Tarife nicht teuer sein. Meiner Meinung und Erfahrung nach, in Zusammenwirken der unterschiedlichen Absicherungen, wie auch beispielsweise der Berufsunfähigkeitsversicherung, und dem natürlich notwendigen Bedarf der Absicherung, sind Unfallrenten sehr selten wirklich notwendig. Gleichfalls sollte meiner Erfahrung nach auch geprüft werden, ob die Unfallversicherung selber notwendig ist, sofern anderweitig höherwertigeren Absicherungen bestehen und diese nur als Ergänzung auf Grund individueller Gefahren abgeschlossen werden sollte.

Baukosten immer höher – Auswirkungen auf die Gebäudeversicherung

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Baukosten immer höher

Laut einem Artikel aus Der Welt steigen die Kosten für Handwerker immer stärker. Inzwischen ca um das doppelte der Inflation, teilweise um bis zu 20 Prozent. Dieses wird Auswirkungen auf die Gebäudeversicherung haben.

Der gleitende Neuwertfaktor, welcher jährlich angepasst wird, enthält zu 80 Prozent den Baupreisindex für Wohngebäude und zu 20 Prozent den Tariflohnindex für das Baugewerbe. Zusätzlich zu den erhöhten Schadensaufwendungen auf Grund von klimatischen Ereignissen, ist damit auch in den kommenden Jahren wieder mit stärker steigenden Versicherungsprämien für Gebäudeversicherungen zu rechnen.

Ist dieses soweit fair?

Im Prinzip ja, da beispielsweise im Totalschadensfall das Haus jeweils zu den aktuellen Baukosten wiederhergestellt werden muss. Das bedeutet, auch wenn das Haus 20 Jahre zuvor erheblich weniger gekostet hat, so sind die jeweils aktuellen Baukosten für die Wiederherstellung ausschlaggebend.

Vorsicht vor Unterversicherung

Immer öfter erleben wir, dass Versicherungspolicen falsch, also meist zu niedrig abgeschlossen sind. Dieses resultiert oftmals aus Wertberechnungen von Neubauten mit viel Eigenleistung. Hierbei wird vergessen die Eigenleistung als Wert des Gebäudes mit zur Versicherungssumme hinzu zu zählen. Wenn dann jedoch 20 Jahre später ein Schadensfall eintritt, so ist man oftmals nicht mehr in der Lage, die damals erbrachten Eigenleistungen wieder zu erbringen, so dass die hierfür notwendigen Löhne nicht mitversichert sind und somit die Police in eine Unterversicherung führt.

 

Leerstehende Gebäude in der Gebäudeversicherung

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Leerstehende Gebäude in der Gebäudeversicherung

Das so ziemlich unbeliebteste Risiko eines Gebäudeversicherers sind leerstehende Gebäude. Oftmals geschieht dieses, wenn ein Mieter ausgezogen ist und kein Nachmieter schon vorhanden ist. Des Weiteren haben viele Versicherer Quoten, wie beispielsweise mehr als 50% Leerstand. D.h. wenn zwei von drei Wohnungen, auch der Fläche nach überwiegend, unbewohnt sind, ist dieses ein Leerstand für den Versicherer.

Wieso ist das so?

Aus auch sehr nachvollziehbaren Gründen, ist ein leerstehendes Gebäude eine große Gefahrerhöhung für den Gebäudeversicherer. Heizung, Leitungswasser und Elektrik sind nicht unter regelmäßiger Kontrolle, im Schadensfall wird der Schaden erst wesentlich später bemerkt, so dass die Schadensauswirkungen oftmals viel größer sind, als sie im Falle eine bewohnten Gebäudes wären. Beispielsweise wird ein Brand erst von Nachbarn bemerkt, wenn das Feuer sich schon stark ausgebreitet hat, ein Leitungswasserschaden erst nach einigen Tagen oder Wochen. Ein undichtes Dach durch einen Sturm wird eventuell erst bemerkt, wenn der Schimmel im Haus angesetzt hat. Es gibt viele mögliche Ursachen, welche im Falle eines bewohntes Gebäudes sofort bemerkt werden, aber beim leerstehende Gebäude oftmals leider nicht.

Was ist zu beachten?

Melden Sie ein leerstehendes Gebäude sofort dem Gebäudeversicherer. Gemäß allen uns bekannten Versicherungsbedingungen ist das eine Ihrer Obliegenheiten. Es stellt eine erhebliche Gefahrerhöhung dar und wird dann in der Regel vom Versicherer individuell betrachtet.

Bei einem Leerstand auf Grund wechselnder Mieter kommt es immer darauf an. In vielen Verträgen stehen Fristen, ab welchem Zeitraum der Leerstand gemeldet werden muss. Oftmals bestehen dann die Mindestauflagen, das Wasser am Hauptwasserhahn abzustellen, das Gebäude zu beheizen und regelmäßig zu begehen. Das reine regelmäßige begehen eines Gebäudes führt jedoch nicht dazu, dass es kein Leerstand mehr ist.

Fazit

Melden Sie ein leerstehendes Gebäude sofort Ihrem Versicherer. Sprechen Sie mit ihm über die Möglichkeiten. Ist es nur ein kurzfristiger Leerstand auf Grund Mieterwechsel? Wird das Haus eventuell gerade renoviert? Es kann viele gute Gründe geben, auf welche sich Ihr Versicherer auch einlassen wird, jedoch oftmals mit Zuschlag. Alles andere könnte Ihren Versicherungsschutz gefährden und bedeutet Ärger für beide Seiten.

Unbenannte Gefahren in der Gebäudeversicherung

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Unbenannte Gefahren in der Gebäudeversicherung

Immer wieder stellt sich natürlich die Frage, welche Leistungen benötige ich in der Gebäudeversicherung. So manche Leistung ist eher als Luxus zu betrachten, jedoch können andere Leistungen einen erheblichen Mehrwert bieten. Hierzu eine kleiner Abriss zum Thema „unbenannte Gefahren in der Gebäudeversicherung“.

Hierzu würde ich die unbenannten Gefahren zählen, welche doch öfter mal als Schaden auftreten.

Was sind unbenannte Gefahren in der Gebäudeversicherung?

Wie der Begriff schon so ein bisschen aussagt, sind es Gefahren, also Schäden hieraus, die nicht benannt sind. Hierbei sollte man sich anschauen, wie eine Versicherung aufgebaut ist. In den Versicherungsbedingungen ist in der Regel immer aufgezählt (bis auf wenige Ausnahmen), was wie versichert ist.

Ein Beispiel aus den VGB2008

1. Versicherungsfall
a) Der Versicherer leistet Entschädigung für versicherte achen, die durch
aa) Brand, Blitzschlag, Explosion, Implosion, Anprall oder Absturz eines Luftfahrzeuges, seiner Teile oder seiner Ladung;
bb) Leitungswasser;
cc) Sturm, Hagel zerstört oder beschädigt werden oder abhanden kommen.
b) Jede der Gefahrengruppen nach aa) – cc) kann auch einzeln versichert werden.

In den weiteren Abschnitten wird dann weiter definiert, was dann wie genau versichert ist.

Für Schäden aus nicht aufgeführten Ereignissen, also Gefahren, wird dann dementsprechend kein Schadensersatz geleistet. Hieraus resultiert öfters mal Ärger und Unverständnis, „wieso denn nun mein Schaden“ nicht gezahlt wird. Pauschal gesagt, es wird nur gezahlt was halt auch versichert ist.

Die Klausel oder Bedingungserweiterung „unbenannte Gefahren“ erweitert dann die bestehenden Bedingungen um den Passus

sonstige, in den Versicherungsbedingungen und diesem Leistungsverzeichnis nicht ausdrücklich ein- oder ausgeschlossene, durch plötzliche Einwirkung von außen eintretende unbenannte Gefahren

Natürlich ist das keine Vollkasko Versicherung gegen alles, da man weiterhin die Bedingungen sehr genau lesen sollten, da vorher ausgeschlossen Gefahren weiterhin ausgeschlossen bleiben, aber niemand weiß, was letztendlich doch noch passieren kann.

Schadenbeispiele

Der häufigste Schaden welcher über die unbenannten Gefahren eintritt, ist eindringendes Wasser ohne äußerlichen Schaden. Zum Beispiel wenn der Sturm bei einem älteren Gebäude Regenwasser durch die Fugen der Dachziegel drückt und hierdurch Decken nässt.

Ein anderes Beispiel ist, wenn im Rahmen eines Sturms Regenwasser durch Mauerritzen oder Belüftungsschlitze ins Gebäude drückt, ohne diese jedoch beschädigt zu haben.

Ein weiterer regulierter Fall auf Grund dieser Klausel war, durch eine Lücke im Dachanschluß über längere Zeit eindringendes Wasser in die Decke und ins Mauerwerk.

Wie man sieht, hat diese Schadensart sehr oft mit Wasser zu tun. Wobei natürlich auch alle anderen möglichen noch nicht bekannten Fälle darüber gedeckt sein können.

Mein Tipp

Vergleichen Sie Ihre Gebäudeversicherung mit den Möglichkeiten am Markt. Oftmals stellen wir fest, dass man für die gleiche oder eine geringere Prämie eine erheblich bessere Absicherung erhält. Ein Gebäude ist ein Vermögenswert, an welchem nicht falsch gespart werden sollte.

Gerne stehe ich Ihnen als Experte für Gebäudeversicherung helfend zur Seite. Vereinbaren Sie jetzt Ihren Termin mit mir.

 

 

Anzeigepflichtverletzung nach VVG in der Berufsunfähigkeitsversicherung

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Anzeigepflichtverletzung nach VVG in der Berufsunfähigkeitsversicherung

Einige Urteile hinsichtlich einer Anzeigepflichtverletzung nach VVG in der Berufsunfähigkeitsversicherung vom LG Heidelberg und LG Celle verunsichern derzeit viele Vermittler und Kunden. Worum geht es? Es geht um die sogenannte „spontane Anzeigepflicht“ in welcher der Kunde von sich aus, ohne danach gefragt zu werden, eine Erkrankung anzuzeigen hat.

Einfach dargestellt geht es darum, dass der Kunde im Rahmen eines Antrages einer Berufsunfähigkeitsversicherung die Fragen zwar wahrheitsgemäß beantwortet hat, jedoch eine Erkrankung, nach welcher nicht gefragt wurde, nicht angegeben hat.

Hier das Urteil vom LG Heidelberg; 2 O 90/16

Zu lesen ist, dass die Klage auf Leistung auf Grund arglistiger Täuschung abgewiesen wird.

Wer war betroffen?

Der Vertrag war ein Kollektivvertrag im Rahmen einer Gruppenversicherung im Rahmen einer betrieblichen Vorsorge. Hier werden die Verträge oftmals mit wenig und oder abgekürzten Fragen gestellt, so dass nach der vorhandenen Krankheit nicht gefragt wurde. Gleiches kann oftmals bei sogenannten „BU Aktionen“ passieren, wenn Versicherer – meist leider Versicherer mit Vertriebsproblemen – versuchen Kunden mit reduzierten Gesundheitsfragen zu locken. Dieses sind dann oftmals drei Fragen, in sich recht umfangreich. Dennoch wird hier oftmals dazu unwissentlich dazu verleitet, Erkrankungen zu vergessen bzw. nicht zu bemerken, dass diese angegeben werden müssten.

Unterschiedliche Argumentationen

Derzeit argumentieren einige Vermittler, dass auf Grund des neuen VVG (Versicherungsvertragsgesetz) quasi eine Wartezeit von 10 Jahren besteht, wenn Erkrankungen nicht angegeben werden. Dieses ist meines Erachtens nach eine gefährliche Argumentation, wie das Urteil des LG Heidelberg gezeigt hat. Meines Erachtens sind alle erheblichen Erkrankungen zu melden, da sie oftmals auch Folgebehandlungen, bzw. Kontrolluntersuchungen nach sich ziehen, welche spätestens dann angegeben werden müssen.

Weiteres Urteil LG Celle

Andererseits wird auf ein Urteil von LG Celle verwiesen. Vereinfacht zusammengefasst wurde hier geurteilt, dass der Versicherer nach allem fragen muss was er wissen möchte, wenn er dieses nicht tut, ist er selbst Schuld.

Empfehlung

Geben Sie immer alle Erkrankungen an, die von Bedeutung sein könnten. Sprechen Sie bitte daher mit einem Experten wie uns über Ihre Absicherung. In diesem Fall ging es um eine recht geringe Rente von in der Summe von ca. 110.000 Euro.  Es kann in vielen Fällen auch erheblich mehr sein. Und vor allem sichern Sie auch Ihren Bereich Rechtsschutz hochwertig ab. Die Prozesskosten für diesen Fall dürften ohne Rechtsschutzversicherung einen Großteil der Menschen überfordern und damit daran hindern, ihr Recht versuchen einzuklagen ohne großem weiteren Kostenrisiko.

Lassen Sie sich bitte nicht von Vermittlern, egal wie elegant und geschmeidig sie auftreten mögen, dazu verleiten bei Gesundheitsfragen Angaben nicht zu tätigen. Der Versicherer muss die Möglichkeit haben, das Risiko beurteilen zu können. Hier wird sich die Rechtsprechung sicherlich nicht ändern.

 

Nässefolgeschaden in der Gebäudeversicherung

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Schadenbeispiele: Nässefolgeschaden in der Gebäudeversicherung

In der kommenden Zeit werde ich immer mal wieder auf einige Schadenbeispiele eingehen die so den Alltag oftmals bestimmen. Leider gibt es immer wieder für klar gelagerte Schadenfälle Probleme mit dem jeweiligen Versicherer, wie manchmal mit dem Nässefolgeschaden. Es soll auch verdeutlicht werden, weshalb der manchmal etwas teurere Versicherer doch sein Geld wert sein kann.

Eine der häufigsten Schadensarten in der Gebäudeversicherung ist der Leitungswasserschaden. Ca. alle 30 Sekunden geschieht ein Leitungswasserschaden in Deutschland. Dieses ist jedoch regional sehr unterschiedlich verteilt.

Der Nässefolgeschaden

Auszug aus allgemeinen Gebäudeversicherungsbedingungen VGB2008

3. Nässeschäden
Der Versicherer leistet Entschädigung für versicherte Sachen, die durch bestimmungswidrig austretendes Leitungswasser zerstört oder beschädigt werden oder abhanden kommen. Das Leitungswasser muss aus  Rohren der Wasserversorgung (Zu- und Ableitungen) oder damit verbundenen Schläuchen, den mit diesem Rohrsystem verbundenen sonstigen Einrichtungen oder deren wasserführenden Teilen, aus Einrichtungen der Warmwasser- oder Dampfheizung, aus Klima- Wärmepumpen oder Solarheizungsanlagen, aus Wasserlösch- und Berieselungsanlagen sowie aus Wasserbetten und Aquarien ausgetreten sein. Sole, Öle, Kühl- und Kältemittel aus Klima-, Wärmepumpen- oder Solarheizungsanlagen sowie Wasserdampf stehen Leitungswasser gleich.

Schadenbeispiel Heizkreisverteiler

Wie man hier liest, geht es in diesem Teil aus dem Bereich Leitungswasser um das ausgetretene Wasser – auch wenn die Sache selber nicht versichert gewesen sein mag. Dieses kann beispielsweise bei Armaturen vorkommen, welche nicht in allen Bedingungswerken versichert sein müssen. Eine Armatur ist beispielsweise ein Hahn, Absperrventil oder auch ein Heizkreisverteiler. Dieses bedeutet, dass der Heizkreisverteiler einen Schaden nimmt und das ausgetretene Leitungswasser eine weitaus größeren Folgeschaden verursacht.

Der Versicherer, je nach Bedingungswerk, wird den Heizkreisverteiler, also die Armatur oftmals nur begrenzt oder gar nicht regulieren. Der Folgeschaden auf Grund des ausgetretenen Wassers, also der Nässefolgeschaden, muss voll von dem Versicherer erstattet werden. Dieses können feuchte Wände – die Trocknung und eventuell neue Tapezierung – ein zerstörter Gehäuse des Heizkreisverteilers, Schäden an Böden, Decken, etc. sein.

So manche Versicherer versuchen sich leider immer mal wieder komplett aus der Leistung zu ziehen. Hierbei teilen sie im ersten Schreiben erst einmal mit, dass der Schaden nicht versichert sei. Quasi nach dem Motto, „versuchen kann man es ja erst einmal“. Dieses ist eine Erfahrung der letzten 2-3 Jahre aus den Schadenregulierungen. Es sind auch immer wieder die gleichen Versicherer.

Urteil hierzu

LG Karlsruhe, Urteil v. 2.12.2012, 9 S 401/11

Wie dem Urteil vom Landgericht Karlsruhe zu entnehmen ist, zählt der Heizkreisverteiler nicht zum Rohrsystem des Leitungswassers, jedoch ist der Folgeschaden aus dem bestimmungswidrig ausgetretenem Leitungswasser zu ersetzen.

Mein Fazit

Schauen Sie sich die Tarife genau an. Oftmals gibt es für geringere Prämien bessere und leistungsstärkere Tarife. Ein weiterer sehr wichtiger Punkt wäre aber auch sich die Leistungsbereitschaft des Versicherers im Schadensfall mit zu beurteilen. Was nützt einem der beste Tarif, wenn bei jedem Schaden Ärger ins Haus steht? Zählen Sie hier auf meine Berufserfahrung bei der Auswahl des richtigen Versicherers. Gerne beraten wir Sie auch vor Ort in Hille, Minden, Petershagen oder Umgebung, damit Sie Ihr Eigentum gut, günstig und hochwertig absichern können. Jetzt Ihren Termin vereinbaren!

Antragsfragen in der Berufsunfähigkeitsversicherung

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Antragsfragen in der Berufsunfähigkeitsversicherung

Die Wichtigkeit der Berufsunfähigkeitsversicherung ist unbestritten, auch von Seiten des Verbraucherschutzes. Dennoch ist für viele noch immer das größte Problem, einen entsprechenden Schutz zu erhalten. Ein weiteres großes Problem sind jedoch auch oft die Antragsfragen in der Berufsunfähigkeitsversicherung.

Daher einige Tipps im Ablauf der Beantragung eines solchen Schutzes

Holen Sie sich beim Arzt und Krankenkasse alle Informationen ein

Schnell und einfach erhalten Sie zum Beispiel von Ihrer Krankenkasse den Verlauf Ihrer Krankheiten der letzten Jahre. Hier reicht es in der Regel diese um einen Auszug zu bitten und Sie werden ihn recht schnell in Ihrer Post haben.

Etwas komplizierter gestaltet es sich manchmal beim eigenen Arzt. Hier empfiehlt es sich freundlich und eventuell mit einer kleinen Spende für die Kaffeekasse, nach einem Ausdruck der eigenen Akte zu bitten. Glauben Sie mir, es wirkt oft Wunder.

Welche Angaben müssen denn nun angegeben werden?

Hier fängt meine Leistung an. Nicht jeder Versicherer will alles in der gleichen Art und Weise wissen. Oftmals sind die Fragen für einen Laien auch nicht so einfach zu entziffern. Gemeinsam mit Ihnen gehen wir die Antragsfragen bei den in Frage kommenden Gesellschaften durch und füllen diese mit Ihnen soweit aus, dass Sie für den Leistungsfall einen sicheren Vertrag erhalten.

Denn nicht alles was in Ihren Akten steht, wird nachgefragt oder muss angegeben werden. Verlassen Sie sich hier auf einen Profi, welcher den Markt, die Fragen und die Gesellschaften kennt.

Was kostet mich das?

Ich verspreche Ihnen, es kostet Sie bei mir nicht mehr als anderweitig. In der Regel oftmals sogar eher weniger, durch die Vielfalt des Marktes und den für Sie passenden Versicherungsschutz. Sie werden für einen gleichen Vertrag nicht mehr zahlen, als Sie es woanders auch zahlen müssten. Rufen Sie uns an und vereinbaren Sie jetzt einen Termin! Zu Ihrem finanziellen Vorteil und Ihrer Sicherheit Ihres Einkommens.

Nehmen Sie JETZT Kontakt auf!

Fallstricke in der Reiserücktrittsversicherung

Fallstricke in der Reiserücktrittsversicherung

Im Focus Online ist vor kurzem eine Warnung zu günstigen Reiserücktrittsversicherungen erschienen. Hier der Artikel.

Hier müssen wir die Meinung vom Focus teilen und werden in Zukunft noch mit einem ausführlichen Test hierauf zurück kommen.

Gleiches gilt unserer Erfahrung nach auch für viele Reiserücktrittsversicherungen, welche in Kreditkarten enthalten sind, da diese oftmals nur einen rudimentären Schutz anbieten.

 

AXA verkauft Teilbestand an Lebensversicherungsverträgen

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Verkauf an die Frankfurter Leben Gruppe

Wie nun bekannt wurde, hat die AXA einen Teilbestand ihrer Lebensversicherungsverträge an die Frankfurter Leben AG, einem Run-Off-Lebensversicherer, verkauft. Es handelt sich um ca. 260.000 Verträge, welche die AXA verkaufen wird.

Offiziell spricht die AXA von einer Neuausrichtung des Geschäftes mit der betrieblichen Altersvorsorge, speziell den Pensionskassen. Teilweise liest man jedoch auch, dass auch weitere nicht mehr rentable Verträge verkauft werden sollen.

Damit folgt die AXA einem Trend, den die ARAG und Basler vorgegeben haben und gleichfalls ihre Bestände an die Frankfurter Leben Gruppe verkauft haben. Die Generali Lebensversicherung hatte hierüber kurz überlegt, sich jedoch entschlossen, das Neugeschäft einzustellen. Auch hier wird eine eventuell ähnliche Lösung noch geschehen können.

Auch weitere Lebensversicherer werden sich für diesen Weg entscheiden. Hier wird es sicherlich noch einige Überraschungen im Markt geben.

Daher immer wieder unsere Empfehlung. Ob Altersvorsorge oder auch Risikovorsorge wie beispielsweise eine Berufsunfähigkeitsversicherung, wählen Sie ihren Versicherer sorgfältig aus. Auch in der derzeit turbulenten Zeit gibt es noch solide Versicherer mit zukunftsfähigen Produkten.

Für Fragen und unabhängige Beratung stehe ich Ihnen natürlich gerne zur Verfügung. Vereinbaren Sie hier Ihren persönlichen Termin.

In eigener Sache.

Wir stehen Ihnen nun auch mit einem Büro in Petershagen zur Verfügung. Gerne kommen wir Ihnen in diesem Bereich wie Uchte, Bückeburg, etc. auch zu Ihnen.

 

Generali senkt Verzinsung auf Tiefstwert

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Generali Lebensversicherung senkt Überschussbeteiligung

Wie heute in den Nachrichten zu lesen ist, senkt die Generali Lebensversicherung die Überschussverzinsung auf den Tiefstwert von 1,25%. Dieses ist der tiefste Wert der fünf größten Versicherer. Hintergrund könnte sein, dass der Versicherer zum Frühjahr sein Neugeschäft im Bereich der Lebensversicherung einstellt. Die zugehörige Konzerntochter AachenMünchner senkt ihren Zins von 2,6% auf 2,3%. Es steht auch gleichfalls weiter offen, wie mit den vorhandenen Beständen umgegangen wird, eine Abwicklung durch einen externen Run-Off-Dienstleister wurde bisher noch nicht ausgeschlossen.

Folgen

Die Folgen für die Versicherten werden geringere Renten, geringere Kapitabfindungen sein, sowie im Bereich Biometrie zu höheren Prämien führen.

Daher, immer wieder unsere Empfehlung, schauen Sie bei der Wahl eines solchen Vertrages die genauen Kennzahlen an.

In eigener Sache

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