Nachbesserungsbegleitschäden

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Nachbesserungsbegleitschäden im Baugewerbe

Ein wichtiger und oftmals unterschätzter Punkt im Rahmen der Absicherung der Betriebshaftpflichtversicherung sind die Nachbesserungsbegleitschäden.

Was sind Nachbesserungsbegleitschäden?

Ein langes Wort für eine einfache Sache. Ein Beispiel an Hand eines Elektrikers. Ein Elektrobetrieb verlegt Kabel und verputzt die Kabelschächte. Nach Abnahme treten Störungen auf. Die schadhaften Kabel müssen geortet und freigelegt werden. Zwischenzeitlich erfolgten bereits die Maler- und Fliesenarbeiten.

Die Fremdleistungen über das eigene Gewerk, also die Maler- und Fliesenarbeiten wären nun Nachbesserungsbegleitschäden.

Zuästzlich aber fordert der Bauherr eine Entschädigung für den Nutzungsausfall. Gleichermaßen tritt ein Schaden an der eigenen Leistung auf. Nehmen wir folgende Zahlen als Beispiel.

Makler- und Fliesenarbeiten: 85.000 Euro

Eigene Leistung für den Bereich: 42.000 Euro

Nutzungsausfall: 27.000 Euro

Wie sieht die Regulierung aus?

Inzwischen gibt es einige Verträge im Markt, welche den Nachbesserungsbegleitschaden regulieren. D.h. in diesen Fällen wird oftmals nur der Schaden in Höhe von 85.000 Euro reguliert. Prinzipiell ist der Schaden erheblich größer. Einmal die eigenen Leistungen, wie auch der Nutzungsausfall. Hier trennt sich die Spreu vom Weizen hinsichtlich der Qualität der Versicherer und Tarife.

Hier sind gleichfalls recht günstige Tarife im Markt zu finden, welche auch die Schäden an der eigenen Leistung wie den Nutzungsausfall übernehmen, so dass anstatt der marktüblichen Regulierung von 85.000 Euro aus unserem Beispiel, der Gesamtschaden in Höhe von 154.000 Euro reguliert werden würde.

Dieses kann, gerade auch für etwas kleinere Betriebe, existenzielle Unterschiede bedeuten. Dahe, wie immer mein Rat, lassen Sie sich kompetent und unabhängig vom Fachmann beraten und betreuen. Vereinbaren Sie jetzt einen Termin.

Ertragsausfallversicherung

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Ertragsausfallversicherung

Die Ertragsausfallversicherung ist für gewerbliche Betriebe eine wichtige, nahezu unbedingte Absicherung für die unternehmerische Tätigkeit. Daher wird die Ertragsausfallversicherung oftmals auch die „Überlebensversicherung für Unternehmen“ genannt.

Hierzu in diesem Artikel ein kurzer Anschnitt des äußerst komplexen und umfangreichen Themas.

Was leistet die Ertragsausfallversicherung?

Abgesichert werden die fortlaufenden Kosten zuzüglich dem Gewinn. Geleistet wird im Falle eines versicherten Schadens, in der Regel ein Feuer, Sturm oder Leitungswasserschaden, wobei auch dieses auf weitere Risiken erweitert werden kann.

Gerade bei kleinen und mittleren Betrieben trifft man oftmals auf die sogenannte KBU, die kleine Betriebsunterbrechungsversicherung. Hier besteht sehr oft die Problematik einer Unterversicherung.

Aktuelle Zahlen zeigen, dass ca. 30% der Betriebe mit einem Ertragsausfallschaden in den folgenden drei Jahren den Geschäftsbetrieb auf Grund von Insolvenz einstellen.

Worauf sollte geachtet werden?

Wichtig ist vor allem die Haftungszeit. Es sollten möglichst lange Haftzeiten gewählt werden. Durch behördliche Genehmigungen und hiermit verbundenen Auflagen verzögert sich oftmals die Wiederinbetriebnahme des Unternehmens. Gleichfalls sollten die Rückwirkungsschäden betrachtet werden. Sei es beispielsweise in der Funktion als Unternehmen abhängig von Zulieferern, oder als größerer Betrieb mit mehreren Standorten und Gesellschaften, welche untereinander in wichtigen Abhängigkeiten stehen.

Des Weiteren bestehen oftmals sehr unterschiedliche Interessen. Der Feuerversicherer möchte es meistens möglichst billig, egal wie lange es dauert. Der Ertragsausfallversicherer möchte dagegen das Unternehmen möglichst schnell wieder in Produktion bringen. Spielen hier zwei unterschiedliche Versicherer eine Rolle, kann dieses aus der Erfahrung heraus zu Problemen führen.

Daher mein Tipp

Lassen Sie sich von einem unabhängigen Experten beraten. Gerade in diesem Bereich sollte eher auf das Bedingungswerk, statt nur auf die Prämie geachtet werden.