Gesundheitsprüfung in der Berufsunfähigkeitsversicherung

Veröffentlicht von Christophe Miege am

Gesundheitsprüfung oftmals „die“ Hürde

Mit die größte Hürde einen Schutz vor Berufsunfähigkeit zu erhalten, ist die Gesundheitsprüfung. Sofern in diesem Rahmen die Antragsfragen sorgfältig und ehrlich durchgeführt werden, ist es leider so, dass ein Großteil der Kunden nur einen eingeschränkten, verteuerten oder keinen Schutz erhalten.

Dieses verleitet leider immer wieder mal einige Vermittler dazu, Angaben mit dem Kunden zu unterschlagen oder zu beschönigen. Hiervon können wir nur dringlichst abraten.

Urteil vom BGH

Zwar gibt es das Urteil vom BGH vom 25.11.2015 (Az: IV ZR 277/14), dass die 10-Jahres-Anfechtungsfrist aus §124 BGB eine starre Frist ist. Somit sind falsche Angaben im Antrag eventuell nicht mehr relevant und eine Anzeigepflichtverletzung (vorenthalten von Angaben) kann nicht mehr sanktioniert werden kann.

Jedoch wird auch im Urteil auf §242 BGB hingewiesen, dass dieser anwendbar sei. Das bedeutet, wenn besondere Umstände vorliegen, zum Beispiel der Versicherte die 10-Jahres-Frist absichtlich abgewartet hat um Sanktionen zu entgehen, kann auch dann dennoch der Vertrag angefochten werden.

10 Jahresfrist des VVG

Daher ist diese 10-Jahres-Frist kein Freifahrtschein dazu, Falschangaben in den Gesundheitsfragen zu machen. Wenn eventuell manche Vermittler (teilweise in Absprache mit den Kunden) darauf spekulieren diese Frist zu überstehen. Wir können nochmals nur dringend davon abraten.

Obwohl es für gute Berater mit wesentlich mehr Mühe verbunden ist, findet sich bei vielen Erkrankungen meistens dennoch ein guter Versicherer, der diese Risiken mit (fairen) Ausschlüssen oder Zuschlägen zeichnet. Nehmen Sie sich hier mit Ihrem Vermittler ausreichend Zeit, oftmals bedingen solche problematischeren Absicherungswünsche mehr Aufwand und mehr Zeit. Investieren Sie diese. Es lohnt sich für Sie.

Gerne stehen wir Ihnen für eine kompetente Beratung zur Verfügung.

Kontakt


Christophe Miege

Zu Beginn Ausbildung und Tätigkeit als Bezirksleiter für die DBV-Winterthur (später AXA) bin ich in 2008 in den Status des unabhängigen Versicherungsmaklers gewechselt. Der Beruf ist Berufung. Ziel ist es jeden Tag ein positives Beispiel in der Branche zu sein. Mandanten und Interessenten in Ostwestfalen unabhängig, fair und verständlich zu beraten und dauerhaft zu betreuen. Mir Zeit für die Gespräche zu nehmen. Im Schadensfall an Ihrer Seite zu stehen, bei Vertragsfragen immer kompetent unterstützen zu können. Nicht durch einen Anzug zu blenden, sondern nur durch Fachwissen, Können und Erfahrung zu strahlen. Nebenbei bin ich ein sehr IT-affiner Mensch. Mit 13 den ersten Commodore, aktuelle Entwicklungen immer verfolgt, Programmieren ist Entspannung, mit einer starken Neigung Richtung Datenschutz und Opensource-Software, sowie hier als Blogger um aktuelle Entwicklungen in der Branche zu teilen. Schwerpunkte, auch wenn es ja eigentlich nur einen Schwerpunkt geben kann, ist einmal der Themenbereich "Wert der eigenen Arbeitskraft" mit der Berufsunfähigkeitsversicherung und ihren Alternativen, sowie der Bereich der privaten und gewerblichen Sachversicherung, mit der Spezialität der Gebäudeversicherungen, seien es Fachwerkhäuser, Denkmalschutz oder gewerbliche Objekte mit erheblichen Brandlasten. Gerne bin ich für Sie auch persönlich ansprechbar, egal ob Online oder Offline.

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